Kinder und Medien - was ist normal?

Schon gewusst: 

Die Faustregel für Medienzeit ist 10 Minuten pro Lebensjahr, ab 3 bis 4 Jahren. Ok. Jetzt rechnest Du nach und denkst: „Was?! Sooo viel??“ Ja. Alles gut. Passiert nix. 

Die andere Faustregel ist nämlich, dass alles gut ist, solange das Kind am Familienleben teilnimmt, seine Hobbys pflegt, Sport macht, Freundschaften pflegt und es einfach „normal“ wirkt. So lange entspannt sich das Kind mit den Medien, genau wie wir auch. 

Aber was, wenn das alles irgendwie ausufert? Ein Kampf wird? Was dann? Wie gehe ich bitte damit um?? Hier der Tipp, der am meisten für Entspannung gesorgt: 

Meist fühlt sich der Fernsehr / das Handy / das IPad dann an wie eine fremde Person, die irgendwie ins Haus eingezogen ist - ständig Thema, immer präsent... Das Kind kämpft dafür und wir dagegen und das macht Angst! Das Kind wiederum findet aber im Spiel oft Kontakte, fühlt sich gesehen, kann sich kompetent erleben. 

Für mich als JugendCoach ist es immer wichtig zu wissen, welche Art von Spielen das Kind spielt und welche Rolle es einnimmt: Egoshooting? Leader oder Team? Das gibt mir wertvolle Hinweise, wie das Kind funktioniert, wo seine Stärken liegen und vieles mehr! 

Diese Eltern-Kind-Ebenen wieder zusammenzuführen ist eigentlich gar nicht so schwer - einfach mal dazu setzen und mitspielen! Den „Fremden“ einfach mal kennenlernen. 

So passiert ganz viel auf einmal: 

Das Kind kann sich mit den Eltern kompetent fühlen, man kommt darüber wieder analog ins Gespräch, der Raum, den das Thema einnimmt wird kleiner und Zweisamkeit kehrt wieder ein. Es ist ein bisschen wie früher, wo man sich vor dem TV traf... die eigenen Ängste da im Blick zu behalten ist viel wert. 

Gerne bin ich für dich da.