Wie umgehen mit Angst bei Kindern?

...großes Thema, immer wieder, daher hier mal ein paar Ideen dazu. Angenommen, das Kind soll zur Schule, es will aber nicht, weil es Angst hat.. Was tun?

Sollte ein möglichst lässiges „dann geh eben mit Angst hin“ (muss ja gar nicht immer mit Mut oder Lust sein?) nicht mehr reichen, personalisiere die Angst deines Kindes!

Frag es aus: Wie sieht die Angst aus? Wie guckt sie? Wie heißt sie? All diese Fragen distanzieren das Kind von seiner Angst, so dass das Kind wieder frei sein kann. Denn - ganz wichtig: das Kind IST nicht Angst, sondern es HAT Angst. Dieser Gedanke hilft oft schon..

Das Kind traut sich aber immer noch nicht? Frage es, wie groß die Angst ist: Ist sie größer als das Kind, frage, was die Angst braucht, damit sie kleiner werden kann (das Kind ist ja hier der Experte). Vielleicht hilft Mamas Schal? Ein besonderes Ritual?

Ziel ist, dass die Angst kleiner wird als das Kind, dann ist es in der Regel wieder handlungsfähig.

Und die ganze Zeit bleibt klar: Schule (oder was auch immer) steht hier nicht zur Debatte, aber die BEDINGUNGEN sind ja verhandelbar, klar heruaszuarbeiten mit der einfachen Frage:

"Unter welcher Bedingung (gehst Du denn zur Schule)?"

Hat es auch nur eine kleine Idee parat, ist das Ziel fast erreicht - dann ist es nämlich seins! Über diese einfach Frage kommst du also auch weg vom OB, hin zum WIE - der zentrale Unterschied!

Dieses Spiel hat übrigens kein Ende! Lass dein Kind deine eigene Angst kennenlernen, setzt die Angst mit an den Tisch, lass dein Kind die Angst abends in ein Kissen im Bett legen,... sag ihr gute Nacht!

Und vor allem: sag DU der Angst Danke. Diese Angst passt ja den Rest der Zeit doch ziemlich gut auf dein Kind auf... ;-)